Liebe Freundinnen und Freunde des Vereins AMAZIMA

 

Regelmässige Newsletter im Monatstakt stehen auch noch auf unserer Pendenzenliste – leider immer noch in der Rubrik «nice to have».

Der Verein ist stabil, die Finanzlage präsentiert sich leicht entspannter als auch schon und unsere Motivation bleibt trotz kontinuierlich hoher Belastung ungebrochen.

Mehr dazu und zur aktuellen Projektorganisation dürft ihr gerne auf den folgenden Seiten nachlesen.

Hot News von unserer unmittelbar bevorstehenden Projektreise gibt’s ab Ende dieser Woche im nächsten Reiseblog aus Uganda.

Herzlichen Dank für euer ungebrochenes Interesse.

Jürg König, Co-Präsident          Micha Bärtschi, Co-Präsident

 

 

«Let’s brainstorm about this ...»

 

So endete auch jene Nachricht am Ende des zweiten Terms, welche uns zum kurzfristigen Spendenaufruf vor den Sommerferien bewogen hat.

Im Namen der Mitarbeitenden vor Ort bedanken wir uns herzlich dafür, dass alle die Sommerferien mit einer zeitgerechten und fairen Entlöhnung antreten konnten.

Dazu die WhatsApp Nachricht von Julius und Egidius:

Liebe Micha und lieber Jürg,
Guten Morgen und vielen Dank für eure aufmerksamen Nachrichten und die Einblicke in eure Pläne.
Ich weiss euer anhaltendes Engagement und die persönlichen Opfer, die ihr beide über die Jahre für die Schule gebracht habt, sehr zu schätzen. Mir ist die finanzielle Herausforderung vollkommen bewusst und ich verstehe, wie wichtig es ist, mit verlässlichen lokalen Einnahmen und einem breiteren Spender-kreis eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten.
Vielen Dank für eure geplante Unterstützung bei der Tilgung der ausstehenden Schulden vor Beginn des dritten Trimesters. Ich werde weiterhin mein Bestes geben, die Ressourcen verantwortungsvoll zu ver-walten und die langfristige Stabilität der Schule zu sichern.
Nochmals vielen Dank für euer Vertrauen und eure Unterstützung.
Herzliche Grüsse,
Julius und Egidius

 

Eure Spenden fliessen weiterhin vollumfänglich ins Schulprojekt.
Nachstehend der Einblick in einen Buchhaltungsauszug der Schule.

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RIDI: Mehr als eine Namensänderung

Anlässlich unseres Projektbesuches zu Beginn dieses Jahres haben wir viele wichtige Erkenntnisse über die direkten und indirekten Auswirkungen unseres Projekts vor Ort gewonnen. Wir sind in den letzten beiden Jahren viel weiter vorangekommen, als wir dies aus unserer recht engen und begrenzten Sicht aus der Schweiz mitbekommen haben.

Weit über den direkten Support zur momentanen Stabilisierung der Schule hinaus sind wir auch bezüglich unserer mittelfristigen Pläne erfreulich gut unterwegs. Die Stärkung des Umfelds der Schule ist bereits viel weiter vorangeschritten und reicht wesentlich weiter in die Tiefe der Community hinaus, als wir dies erwarten konnten.

Auch die kürzliche Namensänderung des Hautprojekts von KOP (Kigezi Orphans Project) zu RIDI (Roots of Impact Development Initiative) bringt zum Ausdruck, dass unser Einfluss mittlerweile weit über den Projektkern, die Stabilisierung der Schule, hinausreicht. Immer mehr kann auch die lokale Gemeinschaft, die Kigezi Community, in einem weiten Einzugsgebiet vom vielschichtigen Engagement profitieren.

Dabei kommt der «Amazima Community Farmers Initiative» (mehr dazu in einem der nächsten Newsletter) eine mittragende Rolle zu.

Gleichzeitig war auch die neu geschaffene Stelle «Public Relations & Communications» mehr als ein Glückstreffer. Die Stelleninhaberin, Mercy Kyomugisha, leistet als Bindeglied und Vermittlerin zwischen RIDI, der Kigezi Community School und der Kigezi Community höchst wertvolle Arbeit. Näheres dazu im nachstehenden Beitrag über sie.

 

Projektübersicht

 

Mercy Kyomugisha

Public Relations & Communications Manager von RIDI

 

Wie alles begann: Vom MTN-Stand zu RIDI

Mercy ist fest in ihrer Heimat verwurzelt. Geboren und aufgewachsen in der Stadt Kabale, lebt sie auch heute noch dort. Vor ihrem Wechsel zu uns arbeitete sie bei MTN Mobile Money. Sie hatte ihren eigenen Stand, wo die Leute Geld auf ihr Handy laden konnten. Man kann sich das Konzept ähnlich wie Prepaid-Twint vorstellen. Genau diese Arbeit schlug die Brücke zu unserem Projekt: Unsere lokalen Projektleiter gehörten nämlich zu ihren treuen Kunden. Aus alltäglichen geschäftlichen Begegnungen wurden bald tiefere Gespräche. Julius und Egidius erkannten Mercys Potenzial und ihr grosses Herz für Menschen sofort. Schliesslich fragten sie sie direkt, ob sie ihre Fähigkeiten nicht für ein höheres Ziel einsetzen und fest für uns arbeiten möchte. Heute ist sie in einer kombinierten Anstellung aus Fixgehalt und Kommission für uns im Einsatz.

Privat steht Mercy mitten im Leben. Sie ist glücklich verheiratet und stolze Mutter von zwei Kindern: Ihre Tochter ist 11 Jahre alt, ihr Sohn ist 5 Jahre. Die Wünsche, Sorgen und Träume von Familien kennt sie also aus eigener Erfahrung ganz genau.


Ein grosses Ziel: Konkurrenz für die Hauptstadt

Der entscheidende Wendepunkt war für Mercy eine Einladung an die Kigezi Community School. Als sie die Schule zum ersten Mal besuchte, spürte sie sofort den Drang, diesen Ort nachhaltig zu verbessern und den Kindern neue Perspektiven zu schenken.

Ihr Ziel für die kommenden Jahre ist ambitiös, aber glasklar: Sie möchte die Kigezi Community School zu einer der besten Schulen des ganzen Landes machen. Mercy scheut dabei auch den Vergleich mit den grossen, etablierten Privatschulen aus der fernen Hauptstadt Kampala nicht. Sie ist überzeugt, dass in unseren Kindern dasselbe Potenzial steckt.


Mit Kommunikation und Nähe zum Erfolg

Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, hat Mercy eine klare Strategie und packt das Ganze systematisch an:

· Public Relations & Kommunikation: Mercy wird die KOP nach aussen hin sichtbarer machen, damit noch mehr Menschen von unserer Arbeit erfahren.

· Dialog mit den Eltern: Der Austausch mit den Familien steht für sie an oberster Stelle. Sie sucht gezielt das Gespräch, um zu verstehen, wo im Schulalltag Probleme auftauchen und wo der Schuh drückt.

· Marketing & Wachstum: Durch aktives Marketing will sie die Schülerzahl schrittweise erhöhen, um in Zukunft noch mehr Kindern einen sicheren Platz zum Lernen zu schenken.

Wir sind absolut begeistert von Mercys Tatendrang, ihrer Professionalität und ihrer ansteckenden Motivation. Mit ihrer Mischung aus Herz und Kommunikationsstärke ist sie eine enorme Bereicherung für Amazima. Schön, bist du in unserem Team, Mercy!